Triathlon

Lion Team Challenge 2015 in Heidelberg

Lion Team Challenge 2015 in Heidelberg

Am Sonntag, den 13.09.2015, war es wieder soweit. Die Lion Team Challenge in Heidelberg lud zum Teamtriathlon ein. Hier stand endlich mal nicht nur der EINE Triathlet im Vordergrund sondern das gesamte Team. Dabei sind Zeiten total egal und der Spaß das Wichtigste. Zu bewältigen waren eine Schwimmstrecke von 380m im 20 Grad kalten 50m-Becken (gefühlte 17 Grad), eine 18km lange Radstrecke durch die umliegenden Felder und eine 4km lange Laufstrecke ebefalls durch die Felder. Mike und ich starteten zusammen mit unserem Team MTG Mannheim Triathlon.

Am Morgen hatte ich absolut keine Lust, das warme Bett so früh zu verlassen und erfand 1000 Gründe, warum wir zuhause bleiben sollten aber Mike ließ nicht mit sich reden. Unser Team brauchte uns 🙂 8.30h fanden wir uns dann alle in der Wechselzone ein und begannen diese sinnvoll vorzubereiten. Dies ist bei dem Event unbedingt erforderlich, da nicht jedes Rad einen eigenen Platz zur Verfügung gestellt bekommt. Das gesamte Team muss sich an kurzen zwei Geländern rechts und links organisieren, um später einen reibungslosen Wechsel vom Schwimmen auf’s Rad zu gewährleisten. Das Wetter spielte so einigermaßen mit und alles blieb soweit trocken. Da wir in der Startgruppe 1 starten sollten, begaben wir uns nach einer kurzen Wettkampfbesprechung auch schon zum Schwimmbecken. Einige von uns schwammen sich im „eisigen“ Nass ein, ich zog es vor, bis zum Start im etwas wärmeren Trockenen zu bleiben. Die Reihenfolge unserer Schwimmer war schnell geklärt (das gesamte Team hatte eine Bahn zur Verfügung). Dann musste auch ich ins Wasser. Mir blieb die Luft weg, so kalt war es. Neben uns schwammen sogar einige Athleten im Neoprenanzug, was uns alle ziemlich witzig stimmte, da man länger braucht, den Anzug an- und auszuziehen, als die 380m zu schwimmen. Dennoch waren wir schon ein bisschen neidisch auf die „wärmende Haut“. 9:15h fiel der Startschuss und wir schwammmen ordentlich und gesittet unsere Meter, um dann auf’s Rad zu wechseln.

In der Wechselzone wurde es, wie erwartet, ein wenig eng. Einige saßen zwischen den Rädern und zogen ihre Radschuhe an, andere warteten, um daran vorbei auf die Strecke zu kommen. Das war aber kein Problem, denn wir gehörten ja zusammen und waren ein Team 🙂 Die Radstrecke war, wie immer, schwierig, kurvenreich und von schlechtem Belag. Auf dem Boden tummelten sich Risse, Schlaglöcher, Schlamm, Äpfel und teilweise wurde man durch eine Bordsteinkante am Übergang zur Straße erschüttert. Leider stürzten auch zahlreiche Teilnehmer, nicht zuletzt, weil manche einfach rücksichtslos fahren. Meine Beine waren auf den ersten Radkilometern recht schwer aber die 3 Runden a 6km gingen flott vorüber. Ich war einige Minuten langsamer als im letzten Jahr, was daran lag, dass dieses Jahr mehr Wind im Spiel war. Auch fehlte die tolle Dreiergruppe, mit welcher ich letztes Jahr rollte.

Wieder in der Wechselzone angekommen, freute ich mich auf das Laufen, was deutlich angenehmer ist, als mit dem Rennrad durch die Felder zu jagen. Mike war schon unterwegs, da er auf dem Rad einfach schneller ist als ich 🙂 Ich schaffte es auch nicht, ihn in nur 4km einzuholen, sodass er vor mir das Ziel erreichte. Die ersten 2km wurde ich von Seitenstechen geplagt, weil ich es zu schnell angehen ließ, den dritten Kilometer machte sich Herzrasen bemerkbar aber dann lief es wie geschmiert 🙂 Im Ziel fand sich unser Team langsam wieder zusammen und wir belegten als Team einen 16.Platz. Eine Teamkollegin hatte sich vertan und fuhr 4 statt 3 Radrunden, was uns natürlich einige Minuten mehr auf die Rechnung setzte^^. Es hat dennoch allen sehr gefallen und wird nächstes Jahr sicher wiederholt. Nach dem Rennen gab es Kaffee, Kuchen, Pommes und so manche andere Leckereien. Wir konnten uns mal wieder richtig nett und in Ruhe unterhalten, was mehr als nur gut tat. Einziges Ärgernis dieses Wettkampftages war das Verschwinden meines Radhelms aus der Wechselzone. Da hat es jemand wohl sehr nötig gehabt und meinen Helm kurzerhand mitgenommen. Ich war aber froh, dass das Rad noch stand^^. Bei den Frauen und in meiner Altersklasse belegte ich am Ende Platz 7, womit ich sehr zufrieden bin. Dieser Wettkampf hat zumindest unsere Triathlonsaison für dieses Jahr beendet und wir können unseren Trainingsumfang ein wenig zurückfahren.

 

 

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